HERLES1000 aus der Luft

Wir hatten uns das so schön vorgestellt: Das Radlerfeld der Deutschland-Tour rollt an der Werra entlang und der Helikopter fängt den bunten Wurm aus der Luft ein. Zwischen Brandenburg und den Werra-Mäandern entstehen besonders spektakuläre Bilder, die den Regisseur frohlocken lassen. Und da drüben bei der langen Lindenallee erscheint schon der nächste Blickfang. Ein Schriftzug ist´s – genauer betrachtet erkennt man HERLES1000. Prima, da hat der gute Florian Naß ja was zu erzählen. Der hr-Reporter, der in Frankreich mittlerweile mit jedem Chateau per Du ist, weiß auch prompt des Rätsels Lösung: „Ja und hier, liebe Radsportfreunde, blicken wir nach Hessen auf die andere Werraseite. Von dort aus grüßt HERLES1000 die Radfahrer und macht uns darauf aufmerksam, dass man im ehemaligen Grenzübergangsdorf Herleshausen, einst bekannt im ganzen Land, in diesem Jahr das 1000-jährige Jubiläum feiert.“

So oder ähnlich hätte es der hr-Plauderer möglicherweise formuliert und unser Dörfchen erneut bekannt gemacht. Dafür haben ein paar ganz Unerschrockene von uns einige Stunden Arbeit und Vergnügen investiert. Sechs Buchstaben und vier Zahlen wurden mit Trassierband, aufgespannt an kleinen Hölzern, vorgezeichnet, um am Samstagvormittag gefüllt zu werden. Bei einer Länge von 75 Metern und einer Buchstabenhöhe von 10 Metern war ganz schon viel Stoff nötig. Gut, dass unser Raumausstatter Roland Müller noch Markisenreste zu hauf rumliegen hatte und so spontan zum Wiesenausstatter mutierte. Geschmackvolle Buchstaben im Retro-Stil und grelle Zahlen in reinstem Weiß. Ein Dankeschön an alle Bettlaken-Spender, die kurzfristig daheim nach alten Laken gekramt haben.

War es am Vormittag noch windstill, so ärgerten uns später einige Böen, in dem sie die Tücher aus der Form brachten. Glücklicherweise bemerkte Klaus das Malheur und korrigierte alles wieder. Zusammen mit Manfred und Uwe – die Jungs für alle Fälle –  befestigte er die Laken und rettete die Schrift. Es war angerichtet …

Doch wer nicht kam – leider, leider – war der Hubschrauber mit der Kamera. Die ARD war erst 20 Minuten später auf Sendung, also längst hinter Gerstungen, und einen Livestream im Internet gab es entgegen unseren Vermutungen auch nicht. Deshalb verzichtete der Hubschrauber wohl aufs Werratal und kürzte ab Richtung Eisenach oder legte eine Kaffeepause ein – wir wissen es nicht.

So war unsere Aktion leider nicht von dem gewünschten Erfolg gekrönt. Aber Spaß gemacht hat´s trotzdem. Und es war erfreulich, wie viele Leute kurzfristig mitgezogen und geholfen haben. Danke an alle!

Zum Glück hatten wir vorgesorgt und einen eigenen Flieger engagiert, um das Ergebnis unserer „Land-Art“ mal von oben zu sehen. Und genau so hat´s ausgesehen:

75 Meter lang und 10 Meter hoch – HERLES1000 direkt von oben gesehen. Das wäre sicher auch dem ARD-Hubschrauber aufgefallen. Schade …

Roland Brack, Globetrotter und Fotofreak aus dem Hainertor, schickte seine Drohne nach oben und brachte uns kleine Filmchen und daraus auch ein paar Fotos mit. Herzlichen Dank!

Auf seinem neuen youtube-Kanal zeigt uns „Hecke“ einen schönen Rundumblick durchs sommerliche Werratal.

“Das Werratal” von Roland Brack, Herleshausen bei youtube

Bildergalerie vom Making-of HERLES1000 Schriftzug:

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