Am letzten Sonntag im März, heuer der Palmsonntag vor Ostern, lud der Turngau Werra mal wieder zu seiner traditionellen Frühjahrswanderung ein. Als Ausrichter zeichnete sich der SV Blau-Weiß Frankershausen aus und hielt für die Wandersleut eine wunderschöne Strecke im Meißnervorland bereit. Sie konnte in zwei Varianten unter die Stiefel genommen werden, als 8- oder 11-Kilometer-Rundkurs. Eine gute Gelegenheit also für unseren TSV und die Freunde vom Werratalverein Südringgau, gemeinsam auf die Strecke zu gehen. Neben fünf TSV-Mitgliedern, die etwas später auf die Strecke gegangen sind, schritt diese Gruppe Herleshäuser zusammen durch die Frühlingsflur:

Vom Bürgerhaus Frankershausen ging´s hinauf an den Waldrand, um sich einen Überblick Richtung Werraland zu verschaffen.

Hoch droben zeigten sich die Baumwipfel des Meißners noch reifbedeckt. Während bei der Abfahrt in Herleshausen an diesem Morgen bereits die Sonne strahlte, machte die Witterung hier noch einen eher trüben Eindruck.


In der Ferne erkennt das kundige Auge den Heldrastein mit seinem Aussichtsturm. O.k., Aussicht und Wetterlage, wie gesagt, noch ausbaufähig.

Hinab nach Wolfterode. Da kommt man als Herleshäuser auch nicht alle Tage hin, und wir waren überrascht, welch gastlichen Ort wir dort vorfanden:


Die Wanderpause Wolfterode, ein in privater Initiative liebevoll errichteter und gepflegter Ort, der rund um die Uhr zum Verweilen einlädt.
Hier findet man eine gute Beschreibung (muss ja nicht immer alles neu geschrieben werden):

Dort befand sich an diesem Tag auch die offizielle Verpflegungsstelle der Veranstalter. Von Getränken, roter Wurscht, Fettenbrot und Käsewürfeln wurde rege Gebrauch gemacht. Natürlich lief uns auch der eine oder andere Bekannte übern Weg, so wie jener kreisbekannte WR-Chronist aus Jestädt:




Nahe des kleinen Berkataler Ortsteil Wolfterode fanden wir dann ein markantes Naturmonument, zu dem eine alte Sage überliefert ist.

Sage vom Mühlstein:
“Als der Teufel sah, dass in Wolfterode eine Kirche erbaut werden sollte, schleuderte er von der Kalbe herab einen Stein auf die Menschen und ihr Werk. Der Stein aber flog zu weit nach links und verfehlte die Kirche und landete wie ein Frosch auf einer Wiese. Dieser Stein, tief in den Boden gerammt, lässt den Daumenabdruck des ergrimmten Teufels erkennen. Der Fels wird deshalb auch heute noch Teufelsstein genannt. Der Teufel wurde zur Symbolfigur von Wolfterode.”
Zum Geo-Naturpark Frau-Holle-Land


Von dort aus führte uns die 11-Kilometer-Strecke über Wiesenwege zurück nach Frankershausen. Im Zielgelände machten wir eine Entdeckung, kannten wir diesen Sportplatz aus unserer Erinnerung doch in einem ganz anderen Zustand.

Der Frankershäuser Sportplatz wird gerade wieder neu hergerichtet. Derzeit erlaubt er sicher kein gepflegtes Passspiel und würde in einer Tabelle knapp hinter unserem Wommschen Geläuf rangieren. Nichtsdestotrotz, die Wanderstrecke neigte sich dem Ende entgegen.

Geschafft! Es war ein wunderschöner (Voroster-)Spaziergang. Wie immer bei den Turngau-Wanderungen schloss sich natürlich auch noch die gesellige Einkehr im Zielbereich an. Gaumenfreuden jeglicher Art sind garantiert und auch an diesem Sonntagmittag reichlich vorhanden.



Berkatals Bürgermeister Lutz Bergner (r.) hatte für Teilnehmer, Organisatoren und Helfer Dankesworte parat und Harry (ht) stand schon mit der Handykamera im Anschlag und machte seinen Job. Er war froh, dass dieser Wandertag nicht so lange dauerte, wie die jüngste Herleshäuser Feuerwehr-Versammlung, die er kürzlich besucht hat …



Die nächste Turngau-Wanderung findet im Herbst in Jestädt statt.
Hier geht´s zum Turngau Werra.

Und auch für Frankershausen kündigt sich schon das nächste Ereignis in diesem Jahr an.
Hier geht´s nach Berkatal. oder www.berkatal.de