Einmal im Jahre ist es das Wahre …

… so´n Fest zur Erntezeit! Ja, und auch in 2026 lebte nach „sauren Tagen mit Müh´ und plagen“ einmal mehr die Fröhlichkeit. Ganz wie im Herleshäuser Kirmeslied aus den 80er Jahren besungen, standen die Birken und hingen die Fähnchen Mitte August in Herleshausen und luden zum gemeinsam zelebrierten Frohsinn ein.

Von Freitag bis Montag herrschte wieder angenehmer Ausnahmezustand im Örtchen. Alles begann mit dem Ausgraben der Kirmes am Anger. Vom Schloss Augustenau her kommend erreichten Fahnenträger Michi Müller und seine Mädels, die Kirmespaare und die Eisenbahner-Musiker aus Gerstungen den Dorfmittelpunkt.

Dort lockten bis spät in die Nacht wie immer kühle Getränke und Schneiders Bratwurst – immer wieder ein echtes Dorffest, bei dem sich viele Bekannte und Freunde treffen und sich gerne austauschen. Der Kirmes-Eröffnung mit einer Rede der diesmal drei statt vier Kirmesburschen schließt sich das Antanzen auf dem Anger an.

An der Spitze der Kirmesgesellschaft in diesem Jahr: (v.l.) Ida Wilutzky, Marlen Müller, Leonie Börner, Klara Wilutzky, Paul Arnold, Tim Wittich und Konrad Müller.
Michi Müller durfte sich über eine besondere Ehrung freuen.

Nach der spätabendlichen Disco im Festzelt, die in diesen Jahren nicht mehr so gut besucht wird, hieß es am Samstagmorgen früh antreten zum Aufräumen und zum Umspielen. In zwei Gruppen zogen die Kirmespärchen durch die Straßen, schenkten Kirmesschnaps aus – am liebsten lauwarm – und gaben die Liedwünsche an die Musiker weiter.

Im Hainertor ging es in diesem Jahr besonders verkehrsberuhigt zu. Gut, dass die Baustelle noch genug Platz für den großen Schlepper mit seiner klingenden Fuhre ließ.

Umspielen anno ´26 in der Hainertor-Baustelle …
… und die zweite Gruppe hier gerade im Zollstockweg.

Zur gemeinsamen Mittagspause traf man sich nun schon zum wiederholten Male auf Petes Farmer-Alm. Frisch gestärkt mit Currywurst und Fassbier sorgte das Ständchen für beste Stimmung unter den Anwesenden.

Und auch der Abschluss des Umspielens am späten Samstagnachmittag hat immer eine besondere Adresse: im Hause Schulz auf dem Goldberg bei altgedienten Kirmesburschen und ihren Freunden.

Kirmesbursche 2026 Tim Wittich (r.) und Kirmesbursche 1955 Gerhard Schulz, 90 Jahre alt und mit Freude dabei.

Auf den fetzigen „Musictrain“ sprangen dann die Feierfreudigen am Samstagabend beim Tanz im Festzelt. Bei hochsommerlichen Temperaturen traf die Band aus Thüringen mit ihren rockigen Klängen den Geschmack des Publikums. Zur Stimmung trugen dann auch die Kirmesmädchen mit ihrer Tanzeinlage bei.

Im bestens gefüllten Festzelt zählte einmal mehr auch der Festgottesdienst am Sonntagvormittag zu den Höhepunkten. Pfarrer Dietrich Wierceyko begrüßte das gemeinsame Feiern anlässlich der Kirmes und bezog die Strophe des Danke-Liedes „… danke für alles Frohe, Helle und für die Musik“ auf dieses Wochenende, denn alle drei Begriffe hätten schließlich damit zu tun. Wobei er mit dem Hellen durchaus das auch schon von Martin Luther sehr geschätzte Lieblingsgetränk der meisten Deutschen meinte.

Die TSV-Fußgruppe mit dem sportlichen Nachwuchs.

Zum Umzug versammelten sich die Teilnehmer diesmal nicht im Hahnhofsweg, da das Hainertor ja nicht passiert werden konnte, sondern in der Lauchröder Straße bis zum Bahnübergang. Durch den Sack zog das bunte Treiben dann direkt zum Anger und auf gewohnter Strecke durchs Dörfchen. Toll, was sich die vielen Teilnehmer einmal mehr einfallen ließen. Alles fühlte sich auch ohne Strand ein bisschen nach Beach-Party an, und die Abkühlung durch zahlreiche Wasserspritzen wurde von den meisten dankend angenommen.

Aus dem Sack ging´s Richtung Anger …
Auch die Feuerwehr im Feiermodus.
Hohen Besuch aus Amerika und von der FIFA hatten die Dreschfreunde mitgebracht.
Auch eine tolle Idee, diese private Initiative aus Willershausen – gerne mehr davon!
Sogar aus dem Nentershäuser Ortsteil Süß kam ein Grußwagen der Kirmesgesellschaft nach Herleshausen.

Weitere Fotos aller Gruppen des Festumzugs folgen in nächster Zeit noch.

Wie das Gruppenbild geworden ist, zu dem sich die TSV-Abteilungen und einige andere Umzugsteilnehmer im Anschluss auf dem Kleinsportfeld versammelt haben, können wir heute noch nicht zeigen. Es wurde bei einem Wettbewerb eingereicht, macht aber von oben gesehen einen richtig guten Eindruck. Die Zahl „80“ ist gut zu erkennen – Auflösung demnächst dann …

Anschließend ging´s wie immer auf den Festplatz und ins Festzelt.

Platzkonzert des Eisenacher Spielmannszug.
Die besten Crêpes gibt´s bei Willy, ob in Herleshausen oder auf dem Open Flair.
„Tanz dich frei“ – die noch recht neue TSV-Tanzgruppe beim Auftritt im Festzelt.
Auch die Kirmes-Tanzgruppe zeigte sich noch einmal.
Prost! Auf die Dart-Abteilung …

Die Blechbuben sorgten bis zum Abend für die richtige Kirmesmusik, ebenso wie am Kirmesmontag „Die Eichenberger“, die zum Frühschoppen aufspielten. Selbiger zog sich bei manchen bis in die späten Abendstunden. Eine gute Idee war an allen Tagen der kleine Biergarten, der an das Festzelt angebaut war. Dort konnte man bei lauen Temperaturen im Freien sitzen und es ein bisschen ruhiger angehen.

Am Dienstag ist es dann vorbei
mit der Kirmesfeierei.
Am Anger qualmt die Puppe,
es weint die ganze Truppe
und freut sich dann, das ist doch klar,
aufs Kirmesfest im nächsten Jahr.

Ein herzliches Dankeschön geht wie immer an die große Kirmesgesellschaft mit allen Beteiligten für die ganze Arbeit, die immer mit der Organisation des Festes verbunden ist. Es hat sich einmal mehr gelohnt!

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