Und die nächste von ihnen war mit 8.302 Höhenmetern mal so richtig knackig. Zugspitz-Ultra-100: 164 Kilometer mit jenen Metern bergauf, 43 Stunden unterwegs, Tag und Nacht im Wechsel, Forstwege, felsige Bergpfade – das volle alpine Programm. Großes Staunen der „normalen“ Marathonläufer kurz vor dem Ziel. „Wie, Ultra-Marathon, in deinem Alter? Unglaublich …“ Tatsächlich, der damals 62-Jährige war der älteste Finisher unter den insgesamt 247 Laufenthusiasten, die den ganz langen Kanten bis ins Ziel schafften. Zitat: „Dieser Lauf mit seinen landschaftlichen Eindrücken war ein episches Abenteuer.“


Je oller, desto doller. Für Burkhard Lachmann wurde 2025 zum bisher umfangreichsten Jahr seiner bald 30-jährigen Läuferkarriere. 86 Läufe mit mindestens Marathondistanz, darunter 35 Läufe mit einer längeren Distanz als die klassischen 42,195 Kilometer. Macht in der Summe über 4.700 Wettkampf-Kilometer mit mehr als 80.000 Höhenmetern im Jahre 2025. Soweit die reinen Zahlen, die in die Statistik eingeflossen sind. Für Burkhard Lachmann bedeutet diese Bilanz aber mehr als das reine Sammeln von Laufkilometern. Neue Strecken entdecken, mal in der Nachbarschaft wie in Kleinalmerode, Witzenhausen, Zierenberg, Hann.Münden, Northeim, Heiligenstadt oder Bad Liebenstein – mal in fernen Gefilden wie Berlin, Braunschweig, Darmstadt, Osnabrück, Suhl, Veitshöchheim (wo liegt das denn?) und, und, und … Dazu die vielen „Trainingsmarathons“ in Kassel oder Bad Hersfeld, die regelmäßig auf dem Programm stehen. „Die Begegnung mit anderen Läufern und Läuferinnen ist immer wieder das Schönste. Einige kennt man seit Jahren, und dazu lernt man immer wieder neue Leute kennen. Das hat schon was.“
Jeder Marathon ist stets aufs Neue eine Herausforderung, auch für einen so alten Hasen wie ihn. Zwischen viereinhalb und sechs Stunden nimmt er sich dafür Zeit. Die Laufzeit spielt keine Rolle, die Gesellschaft ist mitunter wichtiger.

Besondere Höhepunkte bilden natürlich die ganz langen Dinger mit mehr als 100 Kilometer.
In 2025 waren es sieben an der Zahl:
März – Lindwurm Plus in Lindlar (Bergisches Land) – 114,5 km
April – JUNUT Jurasteig-Nonstop-Ultra in Dietfurt (Oberpfalz) – 170 km
Juni – Zugspitz-Ultra in Garmisch-Patenkirchen – 164 km
Juli – Thüringen Ultra in Fröttstädt – 100 km
Juli – Fachberg 100 in Northeim – 100 km
August – Mauerweglauf in Berlin – 100 Meilen (!)
November – Heartbeat-Ultra in Fulda – 102 km

Dabei hatten die 100 Meilen von Berlin beim sog. Mauerweglauf, die er im August zum dritten Mal bewältigte, eine ganz besondere Bedeutung. Es handelte sich um seinen insgesamt 500. Marathon, dem wir hier auf unserer Homepage einen eigenen Bericht gewidmet haben.
„Er läuft und läuft und läuft …“ – Meldung vom 12.10.25
Seinen ersten Marathon lief der Reichensächser 1997 in Frankfurt für den TSV Herleshausen, dem er bis heute schon seit über 55 Jahren als Mitglied treu geblieben ist. Die weiteren Läufe trug und trägt er für den Rad-Club Wehretal aus. Unabhängig davon freuen wir uns mit ihm über diese tolle sportliche Leistung, gratulieren ihm ganz herzlich und wünschen ihm, dass die Gesundheit auch im siebten Lebensjahrzehnt noch möglichst lange mitspielt, um diese „wahnsinnigen“ Aktionen mit so manchen Grenzerfahrungen durchzuziehen. Auch wenn es demnächst dann vermutlich etwas weniger wird. Hut ab!






