Tag der Deutschen Einheit

Vor dreißig Jahren im Oktober 1989 führten diese Schienen noch ins Nichts. Oder besser: vor den Grenzzaun. Denn unser Werratal war damals noch Endstation, bzw. Grenzstation. Heute verbinden die Gleise Hessen und Thüringen und lassen täglich viele Reisende an Herleshausen vorbeirollen.

Auch am 30. Tag der Deutschen Einheit – vor 29 Jahren gab es den ersten – blicken wir natürlich gerne zurück auf die Zeit, als die Teilung Deutschlands überwunden wurde und auch hier im Werratal eine neue Zeit anbrach. Die Erinnerung daran wird auch durch Dokumentationen wie den Beitrag “GrenzenLos” vom MDR wach gehalten. Kabarettist Wolfgang Stumph besuchte Herleshausen und näherte sich den Protagonisten von 1989 auf sympathische Weise. Mit alten Foto- und Videoaufnahmen verglich er früher und heute. Helmut Schmidt, Klaus und Helga Gogler sowie Wolfgang Maenz waren die Gesprächspartner, die von den unvorstellbaren Chaostagen vor 30 Jahren berichteten – sehenswert!

Den Beitrag kann man in der MDR-Mediathek abrufen.
“GrenzenLos”

Nach etwa 15 Minuten steht Wolfgang Stumph auf der Lauchröder Brücke und begrüßt die Zuschauer im Werratal.

Herleshausen aus der Luft: eine schöne Perspektive im MDR-Beitrag.

Und wie war das damals, als der Lebensmittelladen noch SPAR hieß, mitten im Dorf lag, aber schon vom selben Chef wie heute der REWE-Markt vor dem Dorf geleitet wurde? Käuferandrang bis in die Abendstunden und immer wieder neue Lieferungen … die wirkungsvollste Zonenrandförderung überhaupt.

Fotos aus dem MDR-Bericht vom Verfasser dieser Zeilen.
Getreu dem Motto: “Völker leert die Regale, auf zum nächsten Geschäft …”
Interview zwischen vollen Regalen: REWE-Marktinhaber Wolfgang Maenz (l.) mit Helmut Schmidt und “Stumpi” (r.) anno 2019.

Einfach mal einschalten: nicht nur der Herleshausen-Teil dieser Grenz-Doku lohnt sich. Prima gemacht, Herr Stumph!

Auch die Werra-Rundschau berichtet über den MDR-Film.

Und die Eisenbahnschienen im Werratal vom Eingangsbild sahen mit Blick nach Osten damals so aus:

1990 – der Zaun ist weg, aber die Verbindung noch nicht hergestellt. Im Hintergrund: Wartha Bahnhof und die alten Grenzanlagen.

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